Lernen durch Lehren


Bild zur Methode Lernen durch Lehren

Foto von Rex Pe (abgerufen am 21.11.2009)

Kurzbeschreibung

Lernen durch Lehren ist eine handlungsorientierte Unterrichtsmethode, in der Lernende lernen, indem sie sich den Stoff gegenseitig nahe bringen. Sie kann in allen Fächern, Schultypen und Altersstufen eingesetzt werden. Auch wenn der Begriff gelegentlich für das klassenübergreifende Unterrichten von jüngeren Lernenden durch ältere benutzt wird, hat sich in der Fachwelt der Terminus „Lernen durch Lehren“ (LdL) für gegenseitiges Lehren innerhalb eines Klassenverbandes etabliert. In Deutschland ist Lernen durch Lehren in seiner modernen Form mit dem Namen Jean-Pol Martin [1] verbunden, der LdL als pädagogisches Gesamtkonzept entwickelt und mit Hilfe eines Kontaktnetzes verbreitet hat. [2]

Im englischen Sprachraum nennt man diese Methode "learning by teaching".

Ablauf

Den Lernenden oder Lerngruppen wird ein Thema zugewiesen. In einem festgesetzen Zeitraum wird Material gesammelt und aufbereitet, bis die Weitergabe des angeeigneten Wissens an andere Lerneende möglich ist.

Benötigte Tools und Materialien

Alle Möglichkeiten können genutzt werden. Soll das Wissen am Computer erarbeitet und strukturiert werden, müssen die Lernenden Editierrechte besitzen, z. B. für ein Wiki oder ein LMS. Sie benötigen dann auch eine gute Medienkompetenz, um die technischen Probleme zu meistern und damit nicht vom ursprünglichen Lernziel abgelenkt zu werden.

Beispiel

Der Demo-Kurs zeigt Lerneinheiten, die von Lehrlingen (teilweise Gruppenarbeiten) erstellt wurden und anschließend von allen Teilnehmern einer Klasse unter Anleitung der "Lehrenden" absolviert wurden [3] Bitte nach Aufruf der Seite auf "Demo" klicken, dann auf "Azubis: Seminare".

Kommentare

Im Lernmanagementsystem "sudile" gibt es für diese Methode die Funktion des Co-Autoren. Der Autor des Kurses kann beliebig viele "leere" Lerneinheiten anlegen und den Lernenden Autorenrechte zuweisen. Die ins System geladenen Lerneinheiten stehen dann allen Kursteilnehmern zur Verfügung.

Diagrammabfrage


Bild zur Methode Diagrammabfrage

Foto von mkandlez (abgerufen am 30.09.2009)

Kurzbeschreibung

Mit Diagrammabfragen können Einschätzungen über den Wissensstand einer Gruppe zu verschiedenen Themen, die für ein Seminar relevant sind, getroffen werden.

Ablauf

  1. Zeichnen Sie auf ein Flipchart-Blatt ein Diagramm. Auf der X-Achse benennen Sie die Themen, zu denen sich die Lernenden einschätzen sollen ("MS Word, Internet Recherche, Makroprogrammierung"). Auf der Y-Achse geben Sie Stufen für das Beherrschen dieser Themen ein ("gar nicht, etwas, gut, sehr gut, Profi").
  2. Die Teilnehmer können nun am Beginn des Seminars zu jedem Thema eine Selbsteinschätzung abgeben. Am besten läuft es, wenn alle Teilnehmer zusammen zum Flipchart gehen und dort die Kreuze machen.
  3. Als Trainer werten Sie dann die Selbsteinschätzungen aus. Evtl. haben Sie ja "Ausreißer" dabei, auf die Sie dann noch einmal eingehen können. Manchmal kommt es vor, dass ein Teilnehmer nicht das nötige Vorwissen für einen Kurs hat. Oder jemand anderes ist bereits "Profi". In beiden Fällen können Sie durch ein Gespräch die Voraussetzungen bzw. die Motivation für den Kurs klären.
  4. Am Ende des Seminars oder eines Seminartags können sich die Teilnehmer wieder auf dem Diagramm eintragen. Diesmal mit einer anderen Farbe, damit sie sehen können, wie sie sich durch den Kurs in den Themen verbessert haben.

Benötigte Tools und Materialien

Offline:

  • Flipchart-Blatt
  • 5-10 Flipchart-Marker
  • Kreppband oder Pins

Kommentare

Die Methode lockert die Atmosphäre auch etwas auf, da sie zusammen an das Flipchart gehen. Auch sollten die Teilnehmer nicht einzeln die Kreuze machen, da sie sich beobachtet fühlen könnten. Besser alle zusammen oder in größeren Gruppen.

PSI: https://psi.methopedia.eu/learning-activity/knowledge-statistics

Funky Questions - Icebreaker


Picture for Funky Questions - Icebreaker

Image by ezioman (Access: 29.09.2009)

Short description

This is an ice breaker activity that can be used face to face and online.

Process description

It is fun to do and introduces a personal and emotional element into a course. People get to know each other in a different way and have other topics to connect with each other.

Required resources

Only clever questions suitable for the audience.

Examples

  • If you had a time machine that would work only once, what point in the future or in history would you visit?
  • If you could go anywhere in the world, where would you go?
  • If your house was burning down, what three objects would you try and save?
  • If you could talk to any one person now living, who would it be and why?
  • If you HAD to give up one of your senses (hearing, seeing, feeling, smelling, tasting) which would it be and why?
  • If you were an animal, what would you be and why?
  • Do you have a pet? If not, what sort of pet would you like?
  • Name a gift you will never forget.
  • Name one thing you really like about yourself.
  • What's your favourite thing to do in the summer?
  • Who's your favourite cartoon character, and why?
  • Does your name have a special meaning and or were you named after someone special?
  • What is the hardest thing you have ever done?

Comments

We have found this to work as an incentive for people to go look at someones online entry. Instead of pushing people to log on this may create a pull :)

PSI: https://psi.methopedia.eu/learning-activity/icebreaker

Heißer Stuhl


Bild zur Methode Heißer Stuhl

Foto von privatenobby (abgerufen am 29.09.2009)

Kurzbeschreibung

Auf dem "Heißen Stuhl“ stellt sich eine Person den Fragen der Gruppenmitglieder. Diese Methode kann zur Wiederholung herangezogen werden. Auch persönliche Themen können im Zentrum einer Fragerunde stehen.

Ablauf

  1. Legen Sie das Thema fest.
  2. Erklären Sie das Ziel der Methode.
  3. Bilden Sie einen Stuhlhalbkreis und lassen Sie einen Stuhl vor dem Halbkreis unbesetzt.
  4. Bitten Sie ein Gruppenmitglied auf dem "Heißen Stuhl" Platz zu nehmen.
  5. Stellen Sie Fragen.

Benötigte Tools und Materialien

Offline:

Stühle

Kommentare

Voraussetzung für den Einsatz dieser Methode ist eine sehr vertrauensvolle Arbeitsatmosphäre in der Gruppe. Bei der Behandlung persönlicher Themen können Fragen abgelehnt werden.

Anonyme Hausarbeiten e.V.


Bild zur Methode Anonyme Hausarbeiten e.V.

Foto von TheAlieness GiselaGiardino (abgerufen am 05.10.2009)

Kurzbeschreibung

Die Teilnehmer sollen sich den eigenen Schreibprozess bewußt machen und lernen von Arbeitstrategien anderer zu profitieren. [1]

Ablauf

Den Teilnehmern wird ein einleitender Text angeboten:

"Das Thema ... wurde schon oft behandelt, aber dieser Text wird noch unentdeckte Fassetten sichtbar machen, ..."

Anschließend werden die Teilnehmer gebeten, paarweise oder zu dritt ihre Texte vorzulesen bzw. auszutauschen. Die folgende Diskussion gibt Aufschluss über den Schaffensprozess.

Benötigte Tools und Materialien

Offline:

  • Schreibmittel
  • Heft

Online:

  • Wiki
  • Forum
  • Blog
  • Skype oder anderes Konferenzsystem

Kommentare

Sie sollten darauf achten, dass die Teilnehmer sich nicht nur gegenseitig ihr Leid klagen sondern auch produktive Vorschläge machen, wie der andere seine Schreibstrategie verbessern könnte oder ihn in dem bestärken, was er gut macht. [2]

Zukunftswerkstatt


Bild zur Methode Zukunftswerkstatt

Foto von ghbrett (abgerufen am 08.10.2009)

Kurzbeschreibung

Die Zukunftswerkstatt bietet die Möglichkeit, neue Ideen für die Lösung eines Problems oder die Planung neuer Ziele einer Organisation zu finden.

Ablauf

Kritik- oder Beschwerdephase

Der Ist-Zustand wird ermittelt. Die Teilnehmer halten fest, was alles nicht dem „Optimum“ entspricht. Sie sollten dabei frei von Zwängen sein und eine schonungslose Kritik üben können.

Phantasie und Utopie

Es werden Wege aufgezeigt, wie das „Optimum“ erreicht werden kann. Das kann z. B. mit dem Satz „Es wäre schön, wenn ...“ eingeleitet werden. Kritik an den Vorschlägen (und seien sie noch so verrückt), ist zu unterbinden. Kommentare wie „Das ist nicht machbar, weil ...“ sind zu vermeiden.

Praxistest und Verwirklichung

Die in den beiden vorangegangenen Phasen entwickelten Ideen werden nun einem Praxistest unterzogen. Es ist die Frage zu beantworten, was kann verwirklicht werden, was ist realistisch.

Benötigte Tools und Materialien

Offline:

  • Karten
  • Wandtafeln
  • Stifte

Kommentare

Für die ersten beiden Phasen bietet sich die Brainstorming-Methode an, weil hier die Ideen nicht nur erfasst werden, sondern auch eine Wichtung und Sortierung möglich ist.

Flipchart-Quiz


Bild zur Methode Flipchart-Quiz

Foto von pauly (abgerufen am 29.09.2009)

Kurzbeschreibung

Sie kennen das: Fragen und Antworten. Hier aber eine soziale Variante.

Ablauf

  1. Mit einem Beamer wird eine bestimmte Anzahl von Fragen an die Wand projiziert.
  2. An einer Pinnwand hängen Antwortmöglichkeiten.
  3. Auf dem Flipchart stehen die Fragenummern.
  4. Jeder Teilnehmer greift sich eine Antwort und hängt sie zur Frage.

Benötigte Tools und Materialien

Offline:

  • Pinnwand
  • Flipchart
  • Karten
  • Fragen auf einem Blatt oder am Beamer

Kommentare

Gut läuft es, wenn zwischendurch diskutiert wird. Passen Sie die Menge der Fragen der Anzahl der Teilnehmer an. Jeder Teilnehmer soll sich dann eine Antwort greifen.

PSI: https://psi.methopedia.eu/learning-activity/flipchartquiz

Flipchartbild


Bild zur Methode Flipchartbild

Foto von tim caynes (abgerufen am 29.09.2009)

Kurzbeschreibung

Eine Gruppe von Lernenden arbeitet ein Thema durch, das anschließend als Bild gezeichnet wird.

Ablauf

  1. Eine Gruppe arbeitet ein Thema aus – zum Beispiel einen Text lesen und dazu im Internet recherchieren.
  2. Zusammengefasst wird es auf einem Flipchart, jedoch ohne Worte – nur als Zeichnung.
  3. Die anderen Gruppen müssen das Bild erklären.
  4. Anschließende Diskussion.

Benötigte Tools und Materialien

Offline:

  • Flipchart
  • Stifte
  • Klebestreifen

Online:

Eine Kamera für den Trainer - um die Arbeitsergbnisse festzuhalten und dann in einer Lernplattform oder über einen Bilderservice z. B. Picasa oder Flickr, an die Teilnehmer zu verteilen.

Kommentare

Weisen Sie die Teilnehmer darauf hin, dass es kein Gemälde werden soll.

PSI: https://psi.methopedia.eu/learning-activity/flipchart-picture

Blitzlicht


Bild zur Methode Blitzlicht

Foto von Albrecht E. Arnold/PIXELIO (abgerufen am 28.09.2009)

Kurzbeschreibung

Alle Teilnehmer machen eine kurze Aussage über die Zufriedenheit mit dem Seminar oder dem Vorankommen im Projekt.

Ablauf

Der Dozent wirft den Ball einem Teilnehmer zu, der sich dann äußert. Als Dozent sollte man die Aussagen nicht kommentieren – wohl aber merken oder aufschreiben, um nach der Runde etwas dazu zu sagen. Der Teilnehmer wirft dann den Ball weiter.

Benötigte Tools und Materialien

Offline:

Ein Ball, zur Not geht auch zerknülltes Papier oder man geht von einem Teilnehmer zum nächsten.

Kommentare

Achten Sie darauf, dass sich die Teilnehmer kurz fassen. Kündigen Sie vor der Feedbackrunde an, dass jeder 20 Sekunden Zeit hat. Sollten zu viele Teilnehmer im Seminar sein, so kann man das Feedback auch schriftlich machen. Per Karten, die dann an die Pinnwand gehängt werden oder per Diagramm, in dem die Teilnehmer einen Punkt auf ein Flipchart kleben. Thematisieren Sie auch Unzufriedenheiten.

Anmerkungen

Am Ende eines Seminartages kommt es mir persönlich sehr auf die Stimmung an. Hierzu ist es wichtig, einen geschützten Raum für das Feedback zu schaffen. Das heißt allerdings, dass ich als Teamer/Referent nicht inhaltlich auf die Statements eingehe. Auch wenn's schwer fällt. (unbekannt)

PSI: https://psi.methopedia.eu/learning-activity/flash-light

Find someone who ...


Picture for Find someone who...

Image by iQoncept (Access: 05.11.2009)

Short description

An activity that helps to build up community amongst people in any online course. It motivates learners to search for information and meet other learners in the course.

Process description

  1. Each learner sends to a facilitator email with the information that other participants are unlikely to know (e.g. MA degree in philosophy, four children, parachuting aficionado, etc.).
  2. The facilitator emails each learner with some piece of information concerning one of the participants, he/she is to locate.
  3. The learners now can ask questions on the discussion board helping them to find the person (they cannot, however, ask straightforward questions e.g. did anyone studied philosophy?). A learner may ask for clues such as: does anyone know Kant's ideas?
  4. The facilitator monitors the whole discussion.
  5. When the learners are ready to give their answers, the facilitator asks them to post the names on the discussion board.
  6. Each learner reviews the postings checking whether other participants recognised him or her.

Required resources

  • online asynchronous discussion board
  • access to emails

Comments

The learners can also search for information connected with various courses they took part in and some previous experience with trainings.

The description of the activity „Find someone who...“ was prepared on the basis of R. Watkins's „75 e-learning activities“.

PSI: https://psi.methopedia.eu/learning-activity/find-someone-who